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SCHEDULE++

Feinplanung, Scheduling, MES, Leitstand


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Feinplanungs- und Scheduling Funktionen

Einlasten nach Strategien

Verschiedene Nebenbedingungen für den Einlastalgorithmus, wie Zulässigkeit von Schrittüberlappungen, Materialbestände innerhalb unterer und oberer kritischer Grenzen oder die Behandlung von Arbeitszeitplänen können entweder rein informativ vorgegeben werden (sog. soft constraints) oder aber vom Algorithmus streng eingehalten werden (sog. hard constraints).


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Einlasten nach Strategien

Im Laufe der Jahre hat OR Soft eine Reihe nützlicher und anwendungsspezifischer Planungsfunktionen realisiert und erprobt, die neuen Anwendern als Pakete zur Verfügung stehen.

Viele OR Soft Mitarbeiter haben wissenschaftlich an Problemen der Optimierungstheorie gearbeitet, diplomiert, promoviert und habilitiert. Die Programme für ganzzahlige und gemischt ganzzahlige Optimierung, Reihenfolgeoptimierung, set covering, maximal matching, travelling salesman usw. liegen vor und können schnell entsprechend der spezifischen Nutzeranforderungen in SCHEDULE++ eingebunden werden. OR Soft warnt aber vor Knopfdrucklösungen, da alle Optimierung darauf beruht, dass man Zielfunktionen und lösbare Probleme hat. Planungslösungen werden aber oft erst dann interessant, wenn man in Boomzeiten Kompromisse treffen muss. In diesen Fällen ist der Mensch der Entscheidende. Optimierung hilft, um Referenzpunkte zu finden und bestimmte Teilthemen zu automatisieren. Für die Zusammenfügung der Einzelthemen braucht man den Menschen.

Die gleichzeitige Material- und Kapazitätsplanung ist unerlässlich für zuverlässige und praktikable Planungsergebnisse. Dabei kann SCHEDULE++ automatisch über mehrere Stufen (PULL und PUSH) planen, selbst wenn die Rezepte/Arbeitspläne aufgelöst sind.

Während der Planung kann wahlweise entschieden werden, ob constraints beachtet werden sollen oder nicht. Damit lassen sich Simulationen durchführen, wie sich limitierende Faktoren, wie Arbeitskräfte etc. auswirken.

Simultane Material-, Ressourcen- und Apparatebelegungsplanung (MRCP)

SCHEDULE++ hat als Zusatzmodul zwei erweiterte MRP Algorithmen, die OR Soft "MRCP" und "MRSP"- Algorithmus nennt. Im MRCP-Algorithmus wird eine simultane Material- und Kapazitätsplanung durchgeführt. Der MRSP-Algorithmus führt eine simultane Material- und Maschinenbelegungsplanung durch. Beide Algorithmen haben als Input Bedarfe und als Output Planaufträge. Im Gegensatz zum MRP Algorithmus werden aber Kapazitäten berücksichtigt. Dazu nutzt OR Soft rekursiv einen Algorithmus, mit dessen Hilfe computergestützt gegen einen Bedarf ein - im Rahmen der Modellgenauigkeit - technologisch zulässiger simulierter Fertigungs- oder Prozessauftrag erzeugt wird. Eine Mehrfachanwendung führt bei finitem scheduling oder finiter Kapazitätsplanung zu Sekundärbedarfen, die unter Beachtung der Kapazität richtig terminiert sind.

MRCP

Hard und Soft Constraints

Mit SCHEDULE++ kann mit einem einzigen Produktionsmodell sowohl Fein- als auch Grobplanung erfolgen. Beide Planungsebenen unterscheiden sich in ihrem Genauigkeitsgrad. Die Feinplanung (kurzfristige Planung) hat mehr technologische Restriktionen zu beachten als die Grobplanung (mittelfristige Planung). Hard constraints werden vom Einlastalgorithmus zwingend eingehalten. Eine verletzte soft constraint führt lediglich zu einer Warnung bzw. Konfliktanzeige. Der Nutzer kann für jede Nebenbedingung und für jede Ressource ein Zeitintervall angeben, in dem die Nebenbedingung als hard constraint behandelt wird. Nach diesem Zeitintervall wird die Nebenbedingung als soft constraint behandelt. Auf diese Art und Weise sichert der Einlastalgorithmus für die unmittelbare Zukunft die technologische Zulässigkeit der erzeugten Prozessaufträge. Für die fernere Zukunft werden im Gegensatz dazu mögliche Konflikte lediglich als Warnungen angezeigt.

Hard und Soft Constraints

Einlasten von Planaufträgen

In SAP ERP werden Planaufträge in Prozessaufträge (oder Fertigungsaufträge, wenn man PP verwendet) umgesetzt. Diese Operation sichert nicht, dass alle für die Produktion erforderlichen Ressourcen zur erforderlichen Zeit verfügbar sind. Alternativressourcen können einem Prozessauftrag nur zugewiesen werden, wenn sie vor der Umsetzung eines Planauftrags in einen Prozessauftrag dem zugehörigen Planungsrezept zugewiesen worden sind. Das mit diesem Modul bereitgestellte Einlasten eines Planauftrags im SAP Add-on beseitigt diese Nachteile. Wenn ein Planauftrag eingelastet wird, so ist eine bevorzugte Ressource und eine bevorzugte Startzeit für den Prozessauftrag auszuwählen. Danach versucht der Einlastalgorithmus automatisch, einen zulässigen Prozessauftrag zu erzeugen. Es wird vom Algorithmus gesichert, dass die erforderlichen Ressourcen zur erforderlichen Zeit zur Verfügung stehen. Die Verfügbarkeit erforderlicher Materialien zur erforderlichen Zeit kann mit der zusätzlichen Feinplanungsfunktionalität "Dispositive Materialverfügbarkeit" gesichert werden.

Einlasten von Planaufträgen

Erweiterte Interpretation von Materialbestandslisten

Materialbestände werden in SCHEDULE++ in ihrer zeitlichen Entwicklung dargestellt. Die dispositiven Materialbestände werden aus der letzten Bestandsaufnahme (SAP ERP Werksbestände), bilanzkreisüberschreitenden Zu- und Abgängen (beschrieben durch Bestell- und Kundenaufträge) und durch Prozessaufträge bedingte interne Bestandsänderungen errechnet. Damit werden nur durch die Produktion, Beschaffung und Absatz, bedingte echte Massenströme in die Berechnung einbezogen.

SCHEDULE++ verfügt zusätzlich über einen zweiten Planungsmodus, der die Behandlung von Prognosebedarfen, Kundenanfragen, Kundenprimärbedarfen und ähnlicher unscharfer Informationen ermöglicht. Diese zwei unterschiedlichen SCHEDULE++ Planungsmodi können für kurz- und mittelfristige Planung auf dem gleichen Planungsmodell eingesetzt werden. Die Nutzung dieses Moduls empfiehlt sich für Beschaffung, Absatz, Marketing sowie für die mittelfristige Planung.

Erweiterte Interpretation von Materialbestandslisten

SCHEDULE++ Optimierungsfunktionen

Mit Modulen zur automatischen Einlastung von Planaufträgen werden die kostengünstigsten Pläne nach Kriterien wie Durchlaufzeit, Lagerbestände, Rohstoffverbrauch oder Umrüstaufwand ermittelt. Dabei werden alle technologischen Randbedingungen beachtet. Wegen der hohen Komplexität vieler Planungsaufgaben besteht hier ein erhebliches Einsparungspotential. Ein Planungsassistent erleichtert dabei zusätzlich die Arbeit.

SCHEDULE++ Optimierungsfunktionen

Teilweiser Abbau von Planaufträgen

In SAP ERP wird ein Planauftrag in einen einzigen Prozessauftrag umgesetzt. Mit SCHEDULE++ können Planaufträge teilweise umgesetzt werden, d.h. ein Planauftrag kann schrittweise in mehrere Prozessaufträge umgesetzt werden. Die Gesamtansatzmenge der umgesetzten Prozessaufträge ergibt eine Materialmenge, die im Planauftrag als bereits eingeplante Menge abgelegt wird. Für die verbleibende Restmenge wird ein neuer fixierter Planauftrag in SAP ERP angelegt, der dann erneut teilweise umgesetzt werden kann.

Dispositive Materialverfügbarkeit

Die SCHEDULE++ Einlastalgorithmen sichern in ihrer Standardform die technologische Zulässigkeit hinsichtlich der Ressourcennutzung. Die Materialverfügbarkeit wird als "soft constraint" angesehen. Prozessaufträge werden dann angelegt, wenn die erforderlichen Prozesseinheiten zur Verfügung stehen. Unzureichende Materialbestände oder Tanküberläufe werden vom Algorithmus gefunden und als solche im SAP Add-on angezeigt. Diese Konflikte verhindern aber nicht das Anlegen von Prozessaufträgen. Mit der dispositiven Materialverfügbarkeit steht eine zusätzliche Feinplanungsfunktionalität in SCHEDULE++ zur Verfügung, in der die Materialverfügbarkeit als "hard constraint" angesehen werden kann. Das bedeutet, dass Prozessaufträge nur erzeugt werden, wenn zeitgerecht ausreichend Material für den Produktionsprozess zur Verfügung steht und wenn keine Tanküberläufe eintreten.

Automatisches Einfügen von Umrüstungen

Mit dieser zusätzlichen Funktionalität wird das SCHEDULE++ System in die Lage versetzt, automatisch Umrüstungen, Reinigungsvorgänge und ähnliche Operationen zwischen aufeinanderfolgenden Prozessaufträgen einzuplanen. Eine Kompatibilitätsmatrix zwischen Planungsrezepten enthält die für diese Operationen erforderlichen Informationen. Bei einem Einsatz zusammen mit SAP ERP ist SCHEDULE++ auf die dort verfügbare Funktionalität beschränkt.

Kampagnenplanung

Planaufträge werden in SCHEDULE++ standardmäßig in Form mehrerer Prozessaufträge eingelastet. Jeder Prozessauftrag hat eine vorgegebene Standardchargengröße, deren Summe die im Planauftrag geforderte Menge ergibt. Mit der Kampagnenplanung wird eine zusätzliche Feinplanungsfunktionalität bereit gestellt, die es gestattet, einen Planauftrag als einen einzigen Prozessauftrag, d.h. als eine Kampagne, einzulasten. Die Chargengröße dieses Prozessauftrags ist die im Planauftrag genannte Produktmenge. Verschiedene algorithmische Möglichkeiten zum Hinzufügen von Vorbereitungs- und Nachbearbeitungsschritten zu Kampagnen und zur Manipulation von Kampagnen sind verfügbar.

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